Sechs Monate, sechs Formate, sechs Anträge. Ich wollte wissen, ob die Form wirklich eine Rolle spielt.

Der Test von März bis August

Ich reichte Budgetanträge in verschiedenen Formaten ein: einmal als freie E-Mail, einmal als Tabelle, einmal als strukturiertes 1-seitiges Briefing, einmal mit Visualisierungen, einmal als reiner Stichpunktzettel, einmal mit einem kurzen Vergleichsrahmen zu ähnlichen Projekten im Unternehmen.

Welche Formate gut funktionierten

Das strukturierte Briefing und der Vergleichsrahmen liefen am besten durch. Beim Briefing bekam ich Rückfragen innerhalb von 24 Stunden, was bedeutete, dass es gelesen wurde. Beim Vergleichsformat wurden 38.000 von beantragten 40.000 Euro genehmigt, ohne ein einziges Gespräch.

Was schlecht funktionierte

Die freie E-Mail wurde 11 Tage lang nicht beantwortet. Der Stichpunktzettel führte zu einem Meeting, in dem ich alles mündlich nachliefern musste, genau das, was ich vermeiden wollte.

Als introvertierter Antragsteller ist die Frage nicht nur, wie viel ich fordere, sondern wie ich sicherstelle, dass mein Antrag ohne mich sprechen kann.