Budgetverhandlungen waren für mich jahrelang das Schlimmste am Job.
Der Ausgangspunkt im Januar
Anfang des Jahres hatte ich 3 gescheiterte Verhandlungen hinter mir. Jedes Mal saß ich im Raum, wurde von lauteren Kollegen übertönt und verließ das Meeting mit weniger Budget als erhofft. Mein Antrag lag bei 48.000 Euro, bewilligt wurden 29.000 Euro.
Was ich zwischen Februar und April geändert habe
Ich begann, jeden Verhandlungspunkt schriftlich auszuformulieren, bevor ich auch nur einen Termin buchte. Nicht als Stichpunktliste, sondern als kurzes Memo mit konkreten Zahlen und Begründungen. Das Memo schickte ich 4 Tage vor dem Gespräch an alle Beteiligten.
Ergebnis nach dem ersten Test im Mai
Das Gespräch dauerte 22 Minuten statt der üblichen 60. Die Gegenseite hatte Fragen, keine Einwände. Ich bekam 41.500 Euro genehmigt. Nicht weil ich überzeugender redete, sondern weil die Entscheidungsgrundlage bereits vor dem Meeting klar war.
Was ich daraus mitnehme
Schriftliche Vorbereitung ist kein Ersatz für Kommunikation, aber sie verschiebt den Moment des Überzeugens vom lautesten Raum in die ruhigste Stunde des Tages.