Ich spreche in Meetings selten als Erstes. Früher dachte ich, das sei ein Nachteil bei Budgetverhandlungen.

Was 2019 passierte

Mein erster ernsthafter Budgetantrag lief schlecht. Ich hatte 17.500 Euro beantragt, bekam 9.000 Euro. Ich hatte keine Vorlage, keine Dokumentation, nur mündliche Erklärungen. Die lauteren Kollegen setzten sich durch.

Ein anderer Ansatz ab 2021

Ich begann, jedes Gespräch mit mindestens 3 Stunden stiller Vorarbeit zu beginnen. Nicht Präsentation bauen, sondern Einwände antizipieren. Ich schrieb alle möglichen Gegenargumente auf und formulierte präzise Antworten dazu. Diese Antworten schickte ich vorab als Anhang.

Ergebnisse über 4 Verhandlungen

Im Jahr 2022 lief keine der 4 Verhandlungen länger als 35 Minuten. Meine Genehmigungsquote lag bei 3 von 4 Anträgen. Nicht weil ich besser redete, sondern weil ich die Einwände bereits auf Papier entkräftet hatte, bevor jemand sie aussprach.

Der entscheidende Moment lag jeweils nicht im Meeting, sondern 2 Tage davor am Schreibtisch.